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Not-Elf

Die B-Junioren waren am vergangenen Spieltag zu Gast bei den Sportfreunden der SG FSV 04 Viernau. Da die Mannschaftsstärke von Haus aus nicht groß ist und man nach wie vor mit Verletzungspech sowie Krankheit zu kämpfen hat, trat man mit einer Not-Elf an. Die Gastgeber konnten ihrerseits auf zwei Wechsler zurückgreifen.

Nach guter Erwärmung beider Teams ging es auch schon in die Partie. Früh versuchten die Hausherren doch klar zu machen, hier den Ton angeben zu wollen, aber auch wir waren gewillt, hier nicht unter die Räder zu kommen. Erste Abschlussversuche auf beiden Seiten waren noch zu harmlos und so dauerte es bis zur 10. Spielminute ehe eine typische Bogenlampe auf Lattenhöhe für unseren Keeper unerreichbar war und die Gastgeber mit 1:0 in Führung gingen.

Bis zur Pause sollte es eine packende und spannende Partie sein.

Man selbst führte seine Kontermöglichkeiten zu unsauber aus und die Hausherren waren in ihren Abschlüssen auch zu harmlos. Wenn mal ein Schuss durchkam, war unser Schlussmann sicher zur Stelle.

Kleiner Aufreger kurz vor der Pause, als der Ball doch klar im Aus war, da man quasi vis-à-vis daneben stand, es bestens sah und die Hand hob, worauf hin gepfiffen wurde. Dies brachte einen Betreuer der Gastgeber derart auf die Palme, daß es mal kurz laut wurde an der Seitenlinie.

Vielleicht sollte man einfach mehr ans Fairplay appellieren und einfach nicht weiterspielen, wenn Bälle klar im Aus sind. Allerdings ist das in der heutigen Zeit leider absolut out. Der Unparteiische sieht nun einmal, je nach Standpunkt, nicht alles und keiner zwingt diesen auf Hinweise durch Dritte zu pfeifen. Der Trainer der Hausherren kam dann kurz zu uns, sah es etwas lockerer und meinte zu der Aktion: Dies würde mir nicht zustehen. Sei es drum, in einer an sich gut gepfiffen Partie.

Die letzten Minuten in Halbzeit eins waren die Akkus dann doch schon etwas leer und man ersehnte den Pausenpfiff herbei.

In der zweiten Hälfte sollte es ein ähnliches Bild sein. Hart, aber in Summe fair geführte Zweikämpfe und überlegene Gäste, die daraus einfach zu wenig machten.

In der 57.Spielminute gab es dann eine strittige Szene. Erneut war es ein hoher Ball, der unserem Keeper zum Verhängnis wurde. Dieser kam abermals auf Lattenhöhe und aus meinem Standpunkt ging der Ball knapp drüber, aus Sicht der Gastgeber knapp unter der Latte rein. Das Kuriose, der Ball lag hinter dem Tor. Nach Prüfung des Netzes hatte dies wohl ein Loch und es wurde dann doch auf 2:0 entschieden. Kurz nach dieser Spielszene wurde das Loch im Netz provisorisch mit Kabelbindern repariert. Am Ende kann man sich über dieses Tor wohl streiten.

Die Gastgeber legten noch einmal alles rein und machten mit einem tollen Spielzug und dem 3:0 den Sack zu. Dies war am auch der Endstand in einem Spiel, bei dem man sich durch die gegebenen Umstände noch bestmöglich verkaufte.

In diesem Sinne Köpfe hoch und allen Kranken und Verletzten gute Besserung!

Bild & Text / Daniel Grambs

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