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„Unglücklich“ im doppelten Sinne

Die zweite Männermannschaft empfing zu ihrem Pokalspiel die Sportfreunde der SV 1907 Hümpfershausen. Alles war angerichtet und für einige auch ein Abschied von ihrer einstigen Heimspielstätte.

So wurde kurzum das alte Kassenhäuschen reaktiviert und die guten alten Trommeln herausgeholt.

Mit dem auf dem Papier stehenden Schiedsrichter haderten die Gastgeber schon in stattgefunden Gesprächen kurz vor Beginn am Spielfeldrand.

Beide Teams gingen ruhig in die Partie und keiner wollte vorerst zu viel Risiko gehen.

Mit guten Passspiel wurden sich erste Chancen erarbeitet, doch nur ein langer Ball mündete in einem Konter. Durch diesen gingen die Gäste wie aus dem Nichts mit 0:1 in der 15. Spielminute in Führung.

Eigentlich war ja noch nichts passiert, man schüttelte sich kurz und trieb sich weiter voran.

Durch einen auf Zuruf gepfiffenen Freistoß für die Gäste fiel nur 5 Minuten später das 0:2. Ob dies ein Foul zuvor war oder nicht, kann ich nicht sagen. Dies war aber nicht die einzige Spielszene, welche auf Zuruf hin gepfiffen oder auch umentschieden wurde in der gesamten Partie.

Nur kurz darauf fand ein klares Foulspiel im Strafraum der Gäste statt. Dies wurde laufen gelassen und seitens des Unparteiischen mit dem Satz kommentiert: „Der Ball wurde gespielt.“

Vielleicht stand der Schiedsrichter nicht gut, aber Ball spielen war dies auf jeden Fall nicht.

Wer weiß, wo die Partie hinlaufen würde, wenn denn der Anschlusstreffer hier schon fällt. Somit leider nicht nur hier sehr unglücklich agiert. Bis zur Pause war es ein gutes Spiel von beiden Teams. Die Gäste blieben durch lange Bälle in die Spitze brandgefährlich und die Hausherren erspielten sich Chance um Chance. Der Ball wollte aber einfach nicht rein.

Die zweite Hälfte war ähnlich wie Hälfte eins geprägt. Die Gastgeber agierten etwas offensiver, spielten recht gut bis an und in den Sechzehner, nur der Abschluss war meist zu mager. Oftmals verpasste man auch den richtigen Moment, einfach mal abzuziehen.

Das 0:3 war abermals ein langer Ball der Gäste und somit wurde man erneut eiskalt ausgekontert. Die Köpfe hingen schon deutlich. Es gibt halt so Tage, da will einfach nichts passen und nichts gelingen. So passte es zum Spielverlauf, daß ein Strafstoß für die Gastgeber knapp über das Tor verschossen wurde.

Die kurioseste Szene des Spieles war der „Krankentransport“ eines von Krämpfen geplagten Spielers.

Alles in allem eine zwar bemühte, aber unglückliche Partie, die man wahrscheinlich nicht gewonnen hätte. Aber wer weiß, wo die Reise hingegangen wäre, wenn nicht so teils unglückliche Entscheidungen des Schiris in wichtigen Szenen gefallen wären.

Die Gäste waren am Ende einfach abgezockter und effizienter.

Glückwunsch nach Hümpfershausen!

Somit Jungs:

Köpfe hoch, Krone richten, Mund abputzen und im nächsten Spiel wieder angegriffen!

Text und Bild / Daniel Grambs

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